Fix-it-Climate
Effektiver Klimaschutz durch Baumpflanzung

Unsere Ziele: Wir pflanzen Küstenmammutbäume (sequoia sempervirens)

Es steht außer Frage, dass etwas geschehen muss. Die Ressourcen auf unserem Planeten sind begrenzt und der Anstieg der Treibhausgase, insbesondere von Kohlendioxid, ist eines der größten Probleme des Weltklimas. Verschärft wird diese Situation zusätzlich durch die weltweit laufende und sich beschleunigende Vernichtung riesiger Flächen an tropischem Regenwald.

Die üblichen Strategien bestehen in der Vermeidung von Treibhausgasen, z. B. weniger Verbrauch an fossilen Brennstoffen, Ausbau von alternativen Energien usw. Diese Maßnahmen sind wichtig, aber sie entfernen kein Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Es wurden schon Ideen entwickelt, Kohlendioxid aufzukonzentrieren und dieses in großen Meerestiefen oder in tiefen Bodenschichten zu deponieren. Dafür sind aber wieder Technologie und Energie notwendig und eine Erfolgsbilanz ist mehr als fragwürdig. Einig ist sich die Mehrzahl der Wissenschaftler darin, dass das Wachstum von Bäumen eines der effektivsten Mittel zum Klimaschutz überhaupt darstellt. Wir schließen uns dieser Meinung an.

Die Veränderungen des Klimas haben besonders in 2020 viele Probleme in den bestehenden Baumpflanzungen in Deutschland aufgezeigt. Es werden neue Wege gesucht, mehr Artenvielfalt herzustellen und auch neue Baumarten zu finden, die wärmere und trockenere Jahreszeiten besser überstehen können.


Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den höchsten Baum der Welt in größerer Anzahl in Deutschland auszupflanzen.


Es handelt sich um den Küstenmammutbaum (sequoia sempervirens); er ist immergrün mit Nadeln, die der Eibe sehr ähnlich sehen. In den Baumkronen, wenn sie älter werden, bilden sie schuppige Zweige aus, ähnlich den Schuppen bei Lebensbäumen. Große Exemplare können Stämme mit mehreren Metern Durchmesser und über 100 Metern Höhe entwickeln, dabei ist die Rinde bis zu 30 cm dick und weich.  Die Küstenmammutbäume (auch Coastal Redwoods genannt) wachsen in der Jugend sehr schnell und legen jedes Jahr 1 bis 2 m zu.

Die "normalen" Küstenmammutbäume existieren natürlich nur noch in Rückzugsgebieten an der Kalifornischen Küste und in Oregon und gelten für unser Klima in Deutschland als nicht ausreichend frosthart. In den 1950er Jahren hat ein Ehepaar namens Martin Sämlinge angezogen und nach Frosthärte selektiert (Sequoiafarm Kaldenkirchen). Von diesen Bäumen - sie haben schon nachweislich über 60 Jahre alle Winter in Kaldenkirchen überstanden - und von einen Exemplar in Wuppertal haben wir Stecklinge (Klone) angezogen und wollen diese zur Auspflanzung bringen. Darüber hinaus gibt es noch Sämlinge aus dem Arboretum Lohner Warte, die gut geeignet erscheinen. Die Eignung von weiteren "Stammbäumen" wird z. Z. untersucht. Die Bäume sind allerdings für Privatgärten üblicher Größe ungeeignet. Warum wir gerade den Küstenmammutbaum gewählt haben, erfahren Sie >>Hier.

Unser Ziel ist es, die angezogenen Exemplare auf öffentlichen Grundstücken zu pflanzen und dafür die Zustimmung der zuständigen Gemeinden / Städte einzuholen. Die Abgabe der Bäume erfolgt kostenlos.
   

Der Küstenmammutbaum an seinem natürlichen StandortDer Küstenmammutbaum (sequoia sempervirens) an seinem natürlichen Standort in Kalifornien. © Allie_Caulfield Wikimedia Commons



Wir sind nicht allein

Es gibt auf der ganzen Welt Initiativen, bei denen es um Baumpflanzungen zur Rettung des Klimas geht. Ein sehr interessantes Projekt ist arcangel ancient tree archive. Dort werden die größten und ältesten noch lebenden Baumriesen geklont und weitervermehrt. Es ist klar, dass der Küstenmammutbaum an vorderster Front steht:

Video über David Milarch und sein Projekt

https://www.youtube.com/watch?v=wW9w6eCQQkU&feature=emb_logo