Fix-it-Climate
Effektiver Klimaschutz durch Baumpflanzung

Ein globaler Klimaschutz ist nicht zu erkennen


Es ist keine Besserung in Sicht. Es gibt Klimagipfel und Absichtserklärungen, aber leider lassen sich keine durchgreifenden, globalen Maßnahmen erkennen. Das übliche sind die so genannten Vermeidungsstrategien, die darauf abzielen, weniger der schädlichen Klimagase zu erzeugen bzw. in die Atmosphäre zu entlassen. Wir setzen auf die Baumpflanzung, weil das die einzige bekannte Methode ist, das "Zuviel" Kohlendioxid in der Atmosphäre wieder herauszuziehen. Es gibt weitere Kohlenstoffsenken, wie die gesamte Biomasse in den Weltmeeren. Diese wird aber mit zunehmender Geschwindigkeit ausgebeutet und abgebaut (Überfischung, Übersäuerung, Verschmutzung).

Anfang 2021 erschien ein Artikel von Ökotest, in dem die Baumpflanzung für den Klimaschutz nicht als die beste Maßnahme bewertet wurde [1]. Wieder einmal wurde als bessere Lösung die Vermeidungsstrategie aufgezeigt, und zwar „Schutz der (Regen)wälder", im Einzelnen:

- weniger Fleischkonsum

- Vermeidung von Palmöl

- Sparen von Papier


Mit dem Zitat: „Aufforstung nur zweite Wahl, CO2 Vermeidung bleibt oberstes Ziel“

Es ist zwar sehr löblich, auch die Absichten dahinter, unglücklicherweise greift die Schlussfolgerung von Ökotest unseres Erachtens daneben und trifft nicht den Punkt.

Selbstverständlich ist die Vermeidung von CO2-Emissionen (Kohlendioxid) ein sehr wichtiger Aspekt, aber auch das "Zuviel", welches sich bereits in der Atmosphäre befindet, soll wieder entfernt werden. Dabei spielen das Phytoplankton in den Weltmeeren sowie die Wälder und Moore auf der Erdoberfläche eine entscheidenden Rolle.

Die größte derzeitige CO2-Schleuder ist die Verbrennung von fossilen Energieträgern. Als unmittelbare und noch gar nicht abzuschätzende Gefahr ist das Auftauen der riesigen Dauerfrostboden-Gebiete rund um die Nordhalbkugel. Es sind dort unglaubliche Mengen des schädlichen Klimagases Methan und auch Kohlendioxid gespeichert, die durch den Auftauprozess freigesetzt werden. Dieser Prozess hat bereits begonnen und lässt sich mit keinem bekannten Mittel aufhalten.

Unsere These dabei ist: Die Emissionen an Kohlendioxid (CO2) lassen sich in den nächsten Jahrzehnten kaum verringern oder aufhalten. Alle Maßnahmen, die bisher diskutiert werden, scheinen weder in Kürze realisiert werden zu können noch erweisen sie sich als erfolgreich. Es ist ja alles schon Jahrzehnte lang bekannt und effektive Maßnahmen wurden durch die Politik (auch in der Technologie-Vorzeigenation Deutschland) systematisch ausgebremst. Hier sind besonders die alternativen Energien zu nennen.

Wir kommen jetzt zu den einzelnen Problembereichen:


Kohle, Öl, Gas

Aus dem BP-Bericht, veröffentlicht 2022 (Copyright): bp Statistical Review of World Energy 2022. [2]



















Der weltweite Verbrauch ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich angewachsen, die genannten fossilen Energieträger Kohle, Öl, Gas machen weiterhin ca. 80 % aller Energien aus. Mit der wachsenden Weltbevölkerung und solange mit dem Verkauf von Kohle, Öl und Gas „gutes“ Geld verdient werden kann, wird dieser Trend wohl kaum durch alternative Energien in absehbarer Zeit umzukehren sein.


Dauerfrostböden tauen auf

Auf der Nordhalbkugel (z. B. Tundra: Sibirien, Kanada) und in Höhenlagen tauen die seit Jahrtausenden ruhenden Permafrostböden auf. Dabei setzen sie das eingelagerte, gefährliche Klimagas Methan und durch Abbau weiteres Kohlendioxid frei. Es wird geschätzt, dass die gesamte, im Permafrost gespeicherte Kohlenstoffmenge 455 Milliarden Tonnen beträgt. Das wären etwa 25 % des global in den Böden gespeicherten Kohlenstoffs. Die Dicke dieser Permafrostböden kann bis zu 1,5 km betragen. Während noch 2006 die Vorstellung bestand, dass der Auftauprozess sich über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte hinziehen würde [3], ist nach bereits 9 Jahren festgestellt worden, dass sich explosionsartige Auftauvorgänge ereignen, welche Löcher von typischerweise 50 Meter Tiefe und Breite erzeugen. Darüber hinaus haben sich große und tiefe Erosionsgruben gebildet, deren Ränder sich unaufhaltsam vergrößern. Die Auftauprozesse haben dramatische Ausmaße angenommen [4], [5].


Waldflächen schwinden

Ob Regenwald oder nicht, die globalen Waldflächen schrumpfen nicht nur ständig, es ist auch keinerlei Besserung in Sicht. Der Holzbedarf der wachsenden Weltbevölkerung ist entsprechend hoch. Der jährliche Verlust an Waldfläche beträgt pro Jahr etwa 4 Millionen ha, das meiste davon ist tropischer Regenwald [6], [7]. Es gibt keinerlei Anzeichen für eine Trendumkehr.


Fleischkonsum

Ökotest empfiehlt zum Schutz der Wälder, weniger Fleisch zu konsumieren. Leider steigt der Fleischbedarf ständig. Der weltweite Fleischkonsum (Rind, Huhn, Schwein) im Jahr 2012 betrug 246 Millionen Tonnen; im Jahr 2022 waren es 264 Millionen Tonnen [8]. Keine Trendumkehr sichtbar.


Vermeidung von Palmöl

Jeder weiß, dass Palmölplantagen schädlich für das Weltklima sind, aber nichts passiert. Die weltweite Produktion von Palmöl ist stetig gewachsen, und zwar von 27,8 Millionen Tonnen in 2002 auf 79,1 Millionen Tonnen in 2022. In diesem Zeitraum hat sich die Menge praktisch verdreifacht [9]. Keine Trendumkehr zu erkennen.


Papierverbrauch

Trotz Recycling bleibt die Papierindustrie einer der größten Holzverbraucher weltweit. Der globale Papierbedarf steigt ständig an. 1980 waren es 170 Millionen Tonnen, bis zum Jahr 2017 stieg der Konsum kontinuierlich auf 423 Millionen Tonnen an [10].


Daher ist der Aufruf von Ökotest, die Wälder durch weniger Verbrauch von Fleisch, Palmöl und Papier zu schützen, richtig und lobenswert, aber es ist u. E. ein Irrtum zu glauben, dass sich irgendetwas in Kürze ändern wird. Diese – zugegebene - pessimistische Sichtweise führt zu dem Schluss, dass das Pflanzen von Bäumen, die beste Klimaschutzmaßnahme ist, weil es sofort geschehen kann und unmittelbaren Nutzen bringt.


[1]
https://www.oekotest.de/freizeit-technik/Baeume-pflanzen-fuers-Klima--so-sinnvoll-ist-der-Trend-wirklich_11609_1.html

[2]
https://www.bp.com/de_de/germany/home/presse/energie-analysen/statistical-review.html
bp-stats-review-2022-full-report.pdf

[3]
Umweltbundesamt, UBA-Hintergrundpapier Dessau, August 2006:  “Klimagefahr durch tauenden Permafrost?“

[4]
https://www.tagesspiegel.de/wissen/forscher-stellen-beangstigende-erosion-fest-4197997.html

[5]
https://www.20min.ch/story/wissenschaftler-loesen-raetsel-um-mysterioese-krater-in-russland-580128306333

[6]
https://www.scinexx.de/news/biowissen/globale-waldflaeche-schrumpft-immer-schneller/

[7]
Abholzung tropischer Regenwald, Statista 2023

[8]
Weltweiter Fleischkonsum, Statista 2023

[9]
Weltweite Produktion von Palmöl, Statista 2023

[10]
Verband der deutschen Papierfabriken; RISI

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